reMarkable Paper Pro Test
Das reMarkable Paper Pro ist das aktuelle Spitzenmodell des norwegischen Herstellers und richtet sich an alle, die digital schreiben und lesen wollen, ohne die Ablenkung eines klassischen Tablets. In dieser redaktionellen Einschätzung ordnen wir Display, Schreibgefühl, Software und Alltagstauglichkeit ein. Der Fokus liegt auf handschriftlichen Notizen, weniger auf dem Konsum langer Romane.
Specifications
| Screen | 11.8" |
|---|---|
| PPI | 229 |
| Colour | Yes |
| Frontlight | Yes |
| Waterproof | — |
| Stylus | Yes |
| Storage | 64 GB |
| Weight | 525 g |
| Price | $579 |
Verdict
Als Notiz und Annotationsgerät überzeugt das reMarkable Paper Pro mit erstklassigem Schreibgefühl und ruhigem Farbdisplay, der hohe Preis und die bewusst geschlossene Plattform sollten vor dem Kauf aber klar sein.
What we like
- Sehr gutes, papierähnliches Schreibgefühl mit niedriger Latenz
- Farbfähiges E-Ink-Display mit Frontlicht
- Ablenkungsfreies, fokussiertes System ohne Apps und Benachrichtigungen
- Hochwertige Verarbeitung und schlankes Gehäuse
Worth noting
- Hoher Anschaffungspreis, Zubehör oft separat
- Farbwiedergabe gedämpft und nicht für fotorealistische Inhalte gedacht
- Geschlossenes Ökosystem mit eingeschränkter Formatvielfalt
- Für reine Belletristik unterwegs vergleichsweise groß und schwer
Design und Display
Das Gerät setzt auf ein größeres E-Ink-Panel mit Farbdarstellung und Frontlicht, zwei Punkte, die das Vorgängermodell noch vermissen ließ. Das Gehäuse wirkt schlank und hochwertig verarbeitet, der matte Bildschirm reflektiert kaum und bleibt auch bei hellem Umgebungslicht gut ablesbar.
Die Farbwiedergabe auf E-Ink ist naturgemäß gedämpfter als auf einem LCD und eignet sich eher zum Markieren und Skizzieren als zur Betrachtung fotorealistischer Inhalte. Wer bewusst ein papierähnliches, ruhiges Display sucht, bekommt hier genau das.
Lese und Schreiberlebnis
Die Kernstärke bleibt das Schreiben. Der Stift liegt gut in der Hand, die Latenz ist niedrig und das Reibungsgefühl auf der Oberfläche kommt echtem Papier nah. Für Notizen, Skizzen und das Annotieren von PDFs ist das Erlebnis überzeugend.
Als reines Lesegerät ist das Format größer und schwerer als ein klassischer Sechs-Zoll-Reader. Für Fachtexte, Studienunterlagen und PDFs ist die Größe ein Vorteil, für Belletristik unterwegs eher weniger komfortabel.
Software und Formate
Das System ist bewusst reduziert und frei von App-Store, Browser und Benachrichtigungen. Diese Fokussierung ist Programm und für viele Nutzer der eigentliche Reiz des Geräts. Unterstützt werden vor allem PDF und EPUB, Synchronisierung erfolgt über die hauseigene Anwendung auf Desktop und Smartphone.
Wer eine offene Plattform mit vielen Apps erwartet, ist hier falsch. Die Stärke liegt in der Konzentration auf Notizen und Dokumente. Cloud-Anbindung und Exportfunktionen decken die typischen Arbeitsabläufe ab, bleiben aber im Rahmen des Ökosystems.
Akkulaufzeit
Durch Farbdisplay und Frontlicht liegt die Laufzeit unter der eines einfachen Schwarz-Weiß-Readers ohne Beleuchtung. Für den typischen Einsatz über mehrere Tage reicht die Ladung dennoch aus, intensive Schreibsitzungen verkürzen sie erwartungsgemäß.
Das Laden erfolgt zügig, und im Alltag lässt sich das Gerät gut in eine wöchentliche Laderoutine einbinden. Vielschreiber sollten das Ladekabel dennoch griffbereit halten.
Preis und für wen es sich lohnt
Das Gerät positioniert sich klar im Premiumsegment, zusätzlich fällt der Stift ins Gewicht und je nach Ausstattung ein Schutzcover. Wer nur gelegentlich Bücher liest, findet günstigere Alternativen, die für diesen Zweck besser passen.
Interessant ist das Modell für alle, die viel handschriftlich arbeiten, Meetings dokumentieren oder Studieninhalte annotieren und dabei bewusst auf eine ablenkungsfreie Umgebung setzen. Für diese Zielgruppe rechtfertigt der Funktionsumfang den Aufpreis.
Frequently asked
Für wen eignet sich das reMarkable Paper Pro
Vor allem für Menschen, die viel handschriftlich notieren, PDFs annotieren oder ablenkungsfrei arbeiten wollen, weniger für reine Vielleser von Romanen.
Kann man mit dem Gerät in Farbe schreiben
Ja, das Display unterstützt Farbdarstellung, die Töne sind auf E-Ink jedoch gedämpfter als auf einem klassischen Tablet und eignen sich gut zum Markieren.
Ist das Gerät ein vollwertiger E-Book-Reader
Es kann EPUB und PDF darstellen, der Schwerpunkt liegt aber klar auf Notizen und Dokumenten, nicht auf einem umfangreichen Lese-Ökosystem.
