KoboldTouch
Product review

Kindle Scribe Test - der Notiz-Kindle von Amazon

Der Kindle Scribe ist Amazons erster Kindle, der Lesen und handschriftliche Notizen in einem Gerät vereint. Mit 10,2 Zoll großem E-Ink-Display und mitgeliefertem Stift richtet er sich an Vielleser, die zugleich schreiben und markieren möchten. Dieser Test ordnet ein, für wen sich das Gerät lohnt und wo die Grenzen liegen.

Kindle Scribe Test - der Notiz-Kindle von Amazon

Specifications

Screen 10.2"
PPI 300
Colour
Frontlight Yes
Waterproof
Stylus Yes
Storage 16 GB
Weight 433 g
Price $339

From

$339

Preis ansehen

We may earn a commission.

Verdict

Der Kindle Scribe ist ein überzeugendes Kombigerät für Leser mit hohem Anspruch an Bildschirmgröße und handschriftliche Notizen, sofern man mit dem geschlossenen Amazon-Ökosystem und dem Preis leben kann.

What we like

  • Großes, scharfes 10,2-Zoll-Display mit 300 ppi
  • Mitgelieferter Stift ohne eigene Batterie mit natürlichem Schreibgefühl
  • Sehr lange Akkulaufzeit beim Lesen
  • Reibungslose Anbindung an das Amazon-Ökosystem

Worth noting

  • Kein Wasserschutz
  • Nur Graustufen, keine Farbdarstellung
  • Notizen in gekauften Büchern nur als Haftzettel, nicht direkt auf der Seite
  • Höherer Preis als kompakte Kindle-Modelle

Design und Display

Mit 10,2 Zoll fällt der Bildschirm deutlich größer aus als bei einem klassischen Paperwhite und nähert sich dem Format eines gedruckten Buchs an. Die Auflösung von 300 ppi sorgt für gestochen scharfe Schrift, sodass Text auch bei kleiner Schriftgröße sauber wirkt. Mit 433 Gramm bleibt das Gerät trotz der großen Fläche gut in einer Hand zu halten, für längere Lesesitzungen empfiehlt sich dennoch eine Auflage.

Das integrierte Frontlicht lässt sich in der Helligkeit anpassen und ermöglicht Lesen im Dunkeln ohne störende Blendung. Ein Wasserschutz nach IPX-Norm fehlt, weshalb der Scribe für Badewanne oder Pool nicht die erste Wahl ist. Das Display bleibt in Graustufen, eine Farbdarstellung gibt es nicht.

Lese- und Schreiberlebnis

Beim reinen Lesen spielt das große Panel seine Stärke aus: Zeitungen, PDFs und Fachbücher mit festem Layout lassen sich ohne ständiges Zoomen erfassen. Der mitgelieferte Stift arbeitet ohne eigene Batterie und haftet magnetisch am Gehäuse, was den Alltag vereinfacht.

Handschriftliche Notizen fühlen sich dank geringer Latenz natürlich an und eignen sich für Randbemerkungen, Skizzen oder eigene Notizbücher. In gekauften E-Books lassen sich Notizen als aufklappbare Haftzettel hinterlegen, statt direkt auf der Buchseite zu schreiben. Wer eine echte digitale Kladde mit vielen Vorlagen sucht, sollte diese Einschränkung im Blick behalten.

Software und Formate

Die Oberfläche folgt dem bekannten Kindle-Prinzip und ist eng mit dem Amazon-Ökosystem verzahnt. Neben den nativen Kindle-Formaten unterstützt das Gerät den Versand eigener Dokumente über Send-to-Kindle, darunter PDF- und Textdateien. Das offene EPUB-Format wird nach Konvertierung über den Amazon-Dienst nutzbar.

Notizbücher lassen sich exportieren und per E-Mail teilen, eine tiefere Integration in externe Notiz-Apps bleibt jedoch begrenzt. Wer stark auf Drittanbieter-Dienste setzt, findet bei manchen Konkurrenten mehr Offenheit. Für Nutzer, die ohnehin im Amazon-Kosmos lesen, ist die Einbindung dagegen reibungslos.

Akkulaufzeit und Speicher

Wie bei E-Ink-Geräten üblich hält der Akku bei reinem Lesen über Wochen, intensives Schreiben und aktiviertes Frontlicht verkürzen die Laufzeit spürbar. Der Speicher von 16 Gigabyte reicht für eine sehr große Bibliothek aus Büchern sowie zahlreiche Notizbücher.

Da eine Speichererweiterung per Karte fehlt, sollten Vielnutzer von umfangreichen PDF-Sammlungen die Kapazität einplanen. Für die meisten Leserinnen und Leser dürfte der interne Speicher jedoch problemlos genügen.

Preis und Zielgruppe

Mit einem Einstiegspreis um 339 US-Dollar positioniert sich das Gerät klar oberhalb der kompakten Kindle-Modelle. Der Aufpreis zahlt sich vor allem für jene aus, die den großen Bildschirm und die Schreibfunktion tatsächlich regelmäßig nutzen.

Interessant ist der Scribe für Studierende, Fachleser und alle, die ablenkungsfreies Schreiben in einem Lesegerät schätzen. Wer ausschließlich Romane liest, kommt mit einem kleineren und günstigeren Modell besser weg.

Frequently asked

Ist der Stift beim Kindle Scribe im Lieferumfang enthalten

Ja, ein Stift wird mitgeliefert und benötigt keine eigene Batterie. Er haftet magnetisch am Gehäuse.

Kann der Kindle Scribe PDF-Dateien darstellen

Ja, PDFs lassen sich über Send-to-Kindle übertragen und dank des großen Displays gut lesen, außerdem sind handschriftliche Anmerkungen möglich.

Ist der Kindle Scribe wasserdicht

Nein, ein Wasserschutz fehlt, weshalb sich das Gerät nicht für die Nutzung in der Nähe von Wasser eignet.